Tellerobjekt – Tischobjekt – Wandobjekt

Bestehend aus zwei bis vier nach Größen gestaffelten und aufeinander gestapelten flachen Tellerscheiben oder eine Vielzahl von Tellerscheiben unterschiedlicher Größe über eine Fläche/Wand liegend oder hängend rhythmisch kompositorisch verteilt.

 

Material:  Keramik, glasiert, red.  gebrannt bei 1040°C, ∅  15 – 60 cm

 

Bezug nehmend zur Tradition des festlich gedeckten Tafelservices, das klassisch aus Platzteller, Menuteller, Suppenteller etc. besteht, gehört das “Tellerobjekt” mittlerweile zum Konzept meiner Arbeit  –  ein Ensemble aus flachen Tellerscheiben unterschiedlichen Durchmessers. Angedacht ist, dieses Ensemble zum einen als eine farbig formale Einheit zu sehen, vergleichbar mit einem Objekt. Zum anderen kann jedes einzelne Element für sich wirken und als Gebrauchsgegenstand genutzt werden. Auf dem einzelnen Teller können/sollen die Speisen für das Auge festlich angerichtet werden oder aber kann davon auch in ganz traditioneller Weise gegessen werden.
Um dem Anspruch des Objektes gerecht zu werden, bedarf es einer sehr differenzierten Farbauswahl im Zueinander der Schichten. Nicht zu unterschätzen ist dabei die Gestaltung des Randbereichs der Teller. Dort hat das Zusammenwirken verschiedener Glasurschichten zur Folge, dass die an sich monochrom farbigen Glasurflächen eine steigernde Schwingung erhalten. Der Rand übernimmt die Aufgabe der Betonung oder Abgrenzung.
Montiert an der Wand rückt der einzelne Teller in seiner geometrischen Gestalt in den Vordergrund. Seine Form, der Kreis, wird zum Farbträger und erhält damit Selbständigkeit in seiner Ausdruckskraft und Bildhaftigkeit. Das Zueinander der einzelnen Scheiben, in unterschiedlicher Größe und in fein nuanciert abgestimmter Farbigkeit ermöglicht eine kompositorische Wandgestaltung, die geprägt sein kann von Linearität, leicht luftiger Bewegung, musikalischer Mehrschichtigkeit und Expression, ein Spiel von Komprimierung und Zerstreuung, Groß und Klein, Intensität und Zurückgezogenheit.